Familienleben

Hamburg 1967. In einer alten, abbruchreifen Villa im feinen Harvestehude wacht Alma Schiefer liebevoll und unerbittlich über das Leben ihrer Familie. Fania ist 13, ihre zickige Schwester 17. Die Töchter wissen, dass ihre jüdische Mutter nur mit Hilfe des Vaters überlebt hat. Und die Großmutter, auch sie eine Überlebende, hält einmal im Monat mit ihren Freundinnen ein »Theresienstädter Kränzchen« ab.

Lepra-Gruppe hat sich aufgelöst

Neueste Meldungen aus Absurdistan

Wer den Lokalteil seiner Zeitung liest, erfährt oft die unglaublichsten Geschichten: Es gibt einen Tag der offenen Tür im Gefängnis, ein Beinamputierter ist wieder auf freiem Fuß, der Schwerhörigkeits-Vortrag wird wiederholt und die Polizei findet eine Leiche auf dem Friedhof.

Was klingt wie Meldungen aus Absurdistan, hat so tatsächlich in der Zeitung gestanden. Ralf Heimann und Jörg Homering- Elsner sammeln lustige »Perlen des Lokaljournalismus« aus ganz Deutschland.

Rezension: Games of Astraeus

4stars

von Jeramy Goble

Mamdod hat die Schleifen-Insel verlassen.
Daebaugh plant den totalen Krieg gegen die Astraeaner.
Das Trio ist noch im Schock nach dem Angriff auf den Hafen.

Die Fortsetzung von Souls of Astraeus beginnt gleich dort, wo wir Akal verlassen haben: direkt im Anschluss an den Angriff auf den Hafen. Von dort folgt sie den Abenteuern des Trios als es mit dem Ausmaß von Daebaughs Verrat konfrontiert wird.

Am meisten mochte ich Lannya in diesem Buch. Im ersten Teil war sie nur eine Nebenfigur, aber hier spielt sie eine wichtige Rolle. Wir lernen auch mehr über das Trio, die Hauptdarsteller in diesem Teil.

 

Das Beste war aber dass wir noch mehr Planeten und Zivilisationen im Multiversum besuchen, eine Sache die Jeramy jedesmal bunt, interessant und originell schreibt.

Auf zum dritten Teil!

amazon-button

Arnes Nachlaß

»Sie beauftragten mich, Arnes Nachlaß einzupacken.« Hans, der Ich-Erzähler, kommt nicht umhin, die kleinen und großen Schätze zu sichten, die Arne Hellmer, dieser außergewöhnliche Junge, mit dem er zwei Jahre lang ein Zimmer teilte, zurückließ. »Wie ein Eindringling in seine Welt, seine Tränen, seine verborgenen Hoffnungen« kommt sich Hans vor und entfaltet, angeregt durch die Fundstücke des Nachlasses, Arnes Geschichte.

Vor dem Hintergrund des Hamburger Hafens und seiner Werften gewinnt sein Leben nach und nach Kontur. In ruhigen, atmosphärisch dichten Bildern entwirft Siegfried Lenz das Psychogramm eines Jugendlichen, der das Unglück früh kennenlernt; eines Außenseiters, der verzweifelt nach Nähe und Geborgenheit sucht.

Soul Kitchen

Zinos, ein Held unserer Tage, ist nirgends richtig zuhause. Weder in Hamburg, wo er wohnt, noch in Griechenland, der Heimat seiner Eltern. Er lebt ohne Schulabschluss in Hamburg-Altona, sein geliebter Bruder sitzt im Gefängnis, die Eltern kehren nach Griechenland zurück, und der erste richtige Sex ist vorbei, ehe er überhaupt begonnen hat.

Die weiteren Stationen des genauso verfressenen wie ständig vom Pech der Liebe verfolgten Helden sind die griechischen Inseln, ein Hamburger Bordell und schließlich die Karibikinsel Adios, wo er sich bereits im Paradies wähnt. Doch hier wird er mit Voodoozauber, sozialem Elend und weiblichem Sextourismus konfrontiert. Nach seiner Odyssee, die ihn beinahe das Leben kostet, beschließt Zinos, endlich erwachsen zu werden. Er eröffnet ein Restaurant, das »Soul Kitchen«.

Die Bertinis

Eine großangelegte Familien-Saga, ein exemplarischer Zeitroman. Ralph Giordano formt einen bisher wenig beachteten Stoff episch aus: Er erzählt vom Schicksal sogenannter „jüdischer Mischlinge“ in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Vorgeschichte beginnt Ende des letzten Jahrhunderts, die eigentliche Handlung setzt vor 1933 ein und führt in die ersten Nachkriegsjahre. Ihr Schauplatz: Hamburg – von den Elbvororten bis zum Stadtpark, von Barmbek im Norden bis zum Hafen im Süden, mit unvergeßlichen, in den dramatischen Ablauf verwobenen Gestalten, Bildern, Situationen.

Fast unglaublich ist diese Geschichte: Der Autor hat mit seiner Phantasie die nackte Realität überhöht; es ist ihm gelungen, eine sinnfällige Schilderung von Menschen unter bestimmten Bedingungen zu schaffen und eine Zeit zurückzurufen, die mit überwältigender Macht in das Leben aller eingegriffen hat. Er hat das Geschehen und die Figuren frei gestaltet. Hier sind die kleinen Leute mit ihren Schwächen unter dem grausamen Druck des herrschenden Bösen, mit ihren liebenswerten Zügen, mit dem Ausmaß des ihnen zugefügten Leides und der Fähigkeit zum Überleben. Nichts wird geschönt, keine bittere Erkenntnis verschwiegen. Doch was immer es an Furchtbarem gab: die Liebe zu Hamburg, diese ganz unsentimentale Heimatliebe, bleibt unerschüttert und ist entscheidend für die Zukunft der Bertinis.

Der Besuch des Leibarztes

Zwei Jahrzehnte vor Ausbruch der französischen Revolution kommt der Arzt und Aufklärer Struensee aus Altona an den Hof des dänischen Königs Christian VII.

Ein kleinwüchsiger, kranker Kinderkönig, der mit der dreizehnjährigen englischen Prinzessin Caroline Mathilde verheiratet wurde, die weinte, als sie nach Dänemark reiste. »Die Königen ist einsam. Nehmen sie sich ihrer an!« befiehlt der König seinem Leibarzt. Und die drei werden Figuren einer unaufhaltsamen und bewegenden Tragödie.

Knastpralinen

Es ist Sommer in Hamburg, Sankt Pauli leuchtet warm … bis plötzlich auffällig viele Männerfüße in der Elbe schwimmen. Staatsanwältin Chas Riley stellt fest, dass die Toten von keinem vermisst werden, und das mit gutem Grund. Bald fragt sie sich, ob sie der Welt einen Gefallen tut, wenn sie diesen Täter dingfest macht.

Rezension: Souls of Astraeus

5stars

Death was a bummer. Well, not for Akal. A death on Earth only meant a birth into the multiverse. It did for him, anyway. Just when he thought he was checking out and taking his last breath, he was standing… on an island. In space. With a pretty tree and bench on it. There was a little breeze, too. But, where was it coming from?

Rezension:

Mr Miles ist nicht der, für den man ihn hält.

Was wie ein völlig normaler Tag anfängt, mit einem Pferdehändler der ins Fort Missoula im Amerika des 19. Jahrunderts reitet, ended im Chaos als er einen Safe knackt und, nun ja, ungewöhliche Fluchtmaßnahmen ergreift.

Ungefähr ein Jahrtausend später.

Akal lebt in einer abgeschotteten Großraumsiedlung auf der Erde, geschützt vor der Außenwelt, die für Menschen unbewohnbar geworden ist. Als er gegen die Regeln der Siedlungsgesellschaft rebelliert, findet er ungewollt heraus dass der Tod nicht so endgültig ist wie er dachte.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Es gibt seltsame und merkwürdige Wesen von fernen Planeten, Raumschiffe, und Doctor Who-ähnliche Sprünge durch Raum und Zeit. Jeramy Goble hat eine wunderbare Welt erschaffen, und nimmt uns mit auf die Reise im coolsten Raumschiff überhaupt.

Das Buch endet mit einem tollen Cliffhanger, den ich nicht kommen gesehen habe.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

amazon-button

Prinzessin Senkenpeng

Es war einmal ein Dorf, in dem herrschte eine große Dürre, und es hatte es schon viele Monate lang nicht mehr geregnet. Die verbrannte Erde brachte keine Früchte mehr hervor, und die Kühe auf den verdorrten Wiesen suchten vergeblich nach Gras. Sie waren nur noch Haut und Knochen, und die Hirten waren verzweifelt daß sie ihre Tiere so dünn und abgemagert sehen mussten.

Kein Wölkchen hing am leeren blauen Himmel, und die Sonne ging abends heiß und trocken unter. Wenn sie morgens wieder aufging, gab es keine Erfrischung, sondern nur heißen Wind.

(mehr …)