Kommentar: Wolfskrieg

von Bernard Cornwell

Genre: Historischer Roman

ISBN: 978-3499276521

Uhtred hat endlich seinen Stammsitz Bebbanburg wieder, und alles könnte prima laufen. Doch dann wird er nach Mercien gerufen, um die von Rebellen belagerte Stadt Ceaster zu befreien. Schnell stellt sich der Hilferuf als eine List heraus, offenbar um ihn aus Nordumbrien fernzuhalten. Doch wer dahintersteckt ist zunächst rätselhaft.

In diesem Band geraten Uhtred und seine Getreuen von einem Gefecht ins nächste, und sind die ganze Zeit fern von Bebbanburg unterwegs. Unterdessen geschehen in Eoferwic Dinge, die Uhtred nicht ungesühnt lassen kann, und so zieht er auf einer persönlichen Vendetta gegen die Nordmänner in die Schlacht.

Das auslösende Ereignis für diesen persönlichen Feldzug hat mich kalt erwischt, ich hatte nicht damit gerechnet. Vor allem, weil ich als Leser sonst immer “live dabei” war wenn solche wichtigen Dinge passieren, doch diesmal bekommen wir sie – genau wie Uhtred – nur aus der Ferne durch Berichte von drittklassigen Zeugen mit. Niemand, den wir kennen und vertrauen hat Informationen aus erster Hand – sehr verdächtig!

Natürlich müsst ihr selber lesen, wie es ausgeht!

Die deutsche Übersetzung erscheint am 19. April 2019.

Kommentar: Der Flammenträger

von Bernard Cornwell

Die Zeit der wilden Kriege scheint vorbei zu sein, denn mittlerweile ist nur noch Northumbrien in der Hand der Nordmänner, und obendrein ist dessen König Uhtreds Schwiegersohn. Das war nach den vielen Kriegen und Schlachten erstmal eine gewöhnungsbedürftige Premisse für ein Uhtred Buch, denn normalerweise steht ja immer das Schicksal von England auf dem Spiel, weil die Wikinger von allen Seiten ins Land einfallen.

Daher fand ich es diesmal ganz spannend, was Uhtred wohl in friedlichen Zeiten macht – seinen Cousin aus Bebbanburg werfen, natürlich. Da habe ich lange drauf gewartet, und nach seinem gescheiterten Versuch vor ein paar Büchern habe ich mich richtig auf diesen neuen Versuch gefreut.

Doch auch Fans von Cornwells durchdachten Kampfszenen und plötzlichen Handlungswendungen kommen nicht zu kurz, denn der Frieden ist natürlich doch in Gefahr, und natürlich fällt es wie immer Uhtred zu, alles noch zum Guten zu wenden.

Kommentar: Sentence of Marriage

von Shayne Parkinson

Neuseeland im Jahr 1881. In der Bay of Plenty wächst Amy auf einer Farm in einem kleinen Dorf auf. Sie hat eine unbeschwerte Kindheit, doch das ändert sich, als Jimmy Taylor, ein Verwandter ihrer neuen Stiefmutter, im Dorf auftaucht.

Plötzlich ist die 15-jährige Amy schwanger, und Jimmy sucht das Weite. Nun ist guter Rat teuer. Wer nimmt ein gefallenes Mädchen noch zur Frau? Was soll aus ihr werden? Als der verschrobene Charlie Stewart sich bereit erklärt sie zu ehelichen, muss Amy sich entscheiden.

Dies ist der Auftakt zu einer spannenden Familien-Saga im Neuseeland des 19. Jahrhunderts. Shayne Parkinson beschreibt nicht nur die Geschichte von Amy und ihrer Familie in spannenden Episoden, sondern lässt auch das tägliche Leben eines abgelegenen Ortes mit einsamen Farmen in Neuseeland vor unseren Augen entstehen.

Viele Kleinigkeiten, wie die Installation eines Kupferkessels für die Wäsche, lassen das Leben auf so einer Farm erst richtig lebendig werden. Ich habe die folgenden Bände gleich hinterher gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Kommentar: Die dunklen Krieger

von Bernard Cornwell

Genre: Historischer Roman

ISBN: 978-3499272189

Uhtred ist in Chester und bewacht in den Diensten von Aethelflaed die nördlichen Grenzen Mercias. Bei Nacht und Nebel tauchen die Nordmänner auf, verbündet mit irischen Söldnern, und beginnen ein Katz-und-Maus-Spiel mit Uhtred und seinen Kriegern. Schlimmer noch, Uhtreds Tochter Stiorra ist mit dem Bruder seines Widersachers verheiratet…

Uhtred ist wieder der starke Krieger, den wir kennen. Von seiner Schwäche im letzten Band ist kaum noch etwas zu spüren. Trotz aller Schwüre und Bindungen in Mercia plant Uhtred wie immer einen Feldzug gegen seinen Cousin, der Bebbanburg besetzt hält. Wird es diesmal dazu kommen?

Ein starker Band, der mir gut gefallen hat. Das Ende ist schön rund und befriedigend, aber natürlich werde ich weiterlesen!

Kommentar: Der sterbende König

von Bernard Cornwell

Genre: Historischer Roman

ISBN: 978-3499259036

Alfred, König von Wessex, stirbt. Das kann er ziemlich gut, schliesslich übt er schon seit ein paar Büchern. Aber diesmal ist es wohl wirklich soweit.

Wie schon im letzten Band kommen hier Fäden zusammen, die schon seit einer Weile gesponnen werden. Das Königreich Mercia erhebt sich wieder und schüttelt zumindest im Süden die dänische Herrschaft ab. Vor allem lernen wir Alfreds Kinder Edward und Aethelflaed besser kennen. Beide haben in Baemfloet schon ein Rolle gespielt, doch jetzt erleben wir, wie sie mit Stress und Verantwortung umgehen.

Meine neue Lieblingsfigur ist definitiv der schnodderige Vater Cuthbert, der mit einem abgebrochenen Kreuz um den Hals auftaucht. Ich hoffe, er wird Teil der Entourage und wir sehen ihn im nächsten Band wieder!

 

Kommentar: Der leere Thron

von Bernard Cornwell

Uhtred wird älter, und weiser, aber er ist und bleibt derselbe Uhtred. Nach dem Ende der vorigen Bandes war ich mir nicht sicher, was mich erwartet. Die Stimmung des Buches ist auf jeden Fall anders als bisher. Uhtred ist diesmal nicht der Stärkste, sondern schwach und verwundet. Das macht ihn aber nicht weniger gefährlich.

Dass seine Kinder eine größere Rolle spielen als bisher fand ich sehr gut. Vor allem Stiorra hat es mir angetan. Sie ist weit klüger als ihr Vater, aber genauso mutig.

Die Ränkelei um Mercias Thron habe ich genossen, und wer am Ende den Thron besteigt gefiel mir sehr.

Kommentar: Der Heidenfürst

von Bernard Cornwell

Wieder einmal träumt Uhtred davon, seinen Stammsitz Bebbanburg zurückzuerobern. Diesmal wagt er einen Versuch, der vielleicht sogar gelingen könnte…

Natürlich herrscht Krieg, und Uhtred macht sich wieder einmal Feinde, tut etwas unbesonnenes, und muss sich auf dem Schlachtfeld behaupten. Wer Schildwälle mag, wird hier richtig gut bedient.

Achtung: das Buch endet mit einem riesigen Cliffhanger, ich empfehle daher, Band 9 schon bereitliegen zu haben! Eigentlich macht Cornwell sowas nicht, deshalb war ich davon sehr überrascht.

Kommentar: Im Namen der Heiligen

von Ellis Peter

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Sie erzählt, wie die Mönche von Shrewsbury an die Reliquien der heiligen St Winifred kamen.

Bruder Cadfael, ein gebürtiger Walise, reist im Jahre 1137 mit seinem Prior Robert und einer Handvoll Mönchen nach Gwytherin in Wales, um dort die Gebeine von St Winifred zu finden und sie mit nach England zu nehmen. Doch die Einwohner von Gwytherin sind nicht begeistert, und als ein Mord geschieht, beginnt Bruder Cadfael zu ermitteln.

Das Dorf Gwytherin in Wales gibt es wirklich, und es gab dort auch eine Heilige namens Winifred. Die dortige Kirche ist ihr geweiht. Im zwölften Jahrhundert haben Benediktinermönche aus dem Kloster in Shrewsbury tatsächlich ihre Gebeine als Reliquien nach Shrewsbury geholt. Das Buch basiert also zum Teil auf einer wahren Geschichte.

Mir gefallen historische Romane die wahre Begebenheiten ausschmücken und damit spielen wie es vielleicht gewesen sein könnte. Den Reliquien in Shrewsbury werde ich jedenfalls nicht mehr so ganz trauen…

Hörbuch: 

Das einzige was mich in der Englischen Version gestört hat war, dass der Sprecher alle weiblichen Charaktere mit atemloser, weinerlicher Stimme vorgelesen hat. Der Walisische Akzent klingt zwar von Natur aus etwas weinerlich, aber als Sioned einmal etwas im Sinne von “Das sehe ich nicht ein, ich werde nicht ruhen bis ich meinen Willen bekomme!” von sich gibt, stelle ich mir das eigentlich mit aufstampfendem Fuss und wütender Stimme vor. Stattdessen klingt sie, als hätte sie Asthma und fängt gleich an zu heulen. Ansonsten ein unterhaltsamer Krimi.

Kommentar: Das brennende Land

von Bernard Cornwell

Dies ist vielleicht das Beste Buch der Serie bisher.

Hauptsächlich, weil so viele Dinge die sich schon lange angebahnt haben, endlich zu einem Abschluss kommen. Ich habe beim Lesen mehrmal gedacht “Endlich passiert das-und-das!”

Gleichzeitig ist es voller Neuanfänge, neuer Allianzen und neuer Konflikte.

Uhtred’s Hauptquest Bebbanburg wiederzubekommen ist natürlich noch aktuell, wird aber – wie immer – durch andere Ereignisse in den Hintergrund gedrängt. Das ist übrigens kein Spoiler, denn wir wissen ja das diese Quest noch einige Bücher lang weitergeht.

Besondern mochte ich Edward, was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Wenn man sieht was für ein unangenehmer Mensch sein Vater ist, und wie jung und zerbrechlich er immer beschrieben wird bis wir ihn tatsächlich treffen, hatte ich einen Schwächling erwartet, der keinesfalls einen Krieg anzetteln würde, und schon gar nicht gegen Dänen. Und er ist tatsächlich ein Schwächling, aber ich mochte dass ihn das nicht aufhält.

Und heilige Lotte, Alfred und seine Ränkeschmiederei schonwieder! Schon klar, was sonst – aber seinen neusten Plan habe ich nicht durchschaut bis es schon zu spät war. Ich glaube sogar Uhtred ist dahintergekommen bevor es bei mir klick machte.

Tolles Buch!

 

Kommentar: Schwertgesang

von Bernard Cornwell

Wieder mal ist Uhtred in den Dienst Alfred’s getreten. Er hat einen Schwur geleistet, und ist damit beschäftigt die Grenzen von Wessex zu sichern.

Doch dann besetzen die Dänen Lundene, das eigentlich nicht in Wessex liegt, aber den Handel auf der Themse kontrolliert. Uhtred wird ausgesandt um die Dänen zu vertreiben und Lundene wieder unter Wessexsche Kontrolle zu bringen. Doch wird Alfred ihn diesmal dazu bringen, seinen Schwur zu brechen und sich gegen ihn zu stellen?

Ich mochte diesen Band der Saga sehr, denn die Dänen machen Uhtred ein unschlagbares Angebot, dass ihm Freiheit von Alfred und Freiheit von Wessex verspricht. Sie sind so überzeugend, dass ich mir nicht sicher war was er tun würde. Aber natürlich macht er alles was er anfängt zu 100% – aber auch diesmal?

Die Geschichte von Aethelflaed hat mir sehr gut gefallen, und das Ende davon habe ich nicht kommen gesehen. Es war sehr verwirrend, aber Cornwell geht sicher dass man am Ende trotzdem noch weiss was los ist, obwohl man zwischendurch manchmal denkt “Hä, wie jetzt?” Ich bin mir sicher wir sehen sie nicht zum letzten Mal, sie wird bestimmt in Zukunft nochmal auftauchen.